Charlize Theron

Blond, bildschön – und kantig: Oscarpreisträgerin Charlize Theron wollte nie ein Engel sein. Aber in "Mad Max: Fury Road" ist sie die Härte! - Foto © Warner Bros. Pictures Germany

Charlize Theron in "Mad Max"

"Mad Max: Fury Road"

Furiosa: Allein schon der Name muss sie begeistert haben. Die mysteriöse Amazone in "Mad Max: Fury Road" ist Charlize Therons bislang toughste Rolle. Dass der apokalyptische Actionfilm (Kinostart: 14. Mai) bei den Filmfestspielen in Cannes läuft, hat er sicher größtenteils dem Glamour-Faktor der Hauptdarstellerin zu verdanken, auf dem roten Teppich wird sie wieder umwerfend aussehen.

Das Ex-Model aus Südafrika ist eine Ausnahmeerscheinung in Hollywood: wunderschön, aber nie gefällig. Und schon gar nicht schnucklig. Es ist wohl kein Zufall, dass Charlize entdeckt wurde, als sie in einer Bank in Los Angeles den Angestellten am Schalter zusammenfaltete.

Brutal ehrlich

Brutal ehrlich - so beschreibt die 39-Jährige ihre furiose "Mad Max"-Kämpferin. Es trifft genauso auf viele ihrer bekanntesten Rollen zu. Die böse Königin Ravenna in "Snow White and the Huntsman" etwa würde sich auch in "Game of Thrones" gut machen. Romantische Komödien? Kein Interesse! Lieber geht Charlize Theron durch die Hölle: Der strapaziöse "Mad Max"-Dreh in Namibia verlangte ihr über lange Monate alles ab – nicht nur körperlich.

Eigentlich sollte der neue "Max" schon drei Jahre früher entstehen. "Damals hätte ich mir sehr gut vorstellen können, allein in einem Zelt in der Wüste zu leben. Aber inzwischen hat sich mein Leben verändert", erzählt Theron im Interview. 2012 adoptierte sie nämlich ihren Sohn Jackson. Und es wird noch viele Jahre dauern, bis der Dreijährige einen Film mit seiner berühmten Mom sehen darf.

Oscargewinnerin im Playboy

Nach Kim Basinger ist sie übrigens die zweite Oscargewinnerin, die nackt für den "Playboy" posierte. 1999 war das, noch vor ihrem großen Durchbruch. Peinlich ist ihr das im Nachhinein nicht. Und dass ihr Sex-Appeal nicht zu ihrer Vorliebe für (zumindest innerlich) unattraktive Figuren passen soll, kann sie nicht verstehen. "Wissen Sie was? Ich bin eine Frau! Warum soll ich immer nur eines sein dürfen – gute Mutter oder Hure? Ich liebe Filme und Frauenfiguren, die das Unberechenbare zelebrieren." Was so viel heißt, wie: Bei ihr muss man auch in Zukunft mit allem rechnen.

Artikel vom 12. Mai 2015

Autor: Ulrike Schröder