Til Schweiger und Matthias Schweighöfer klettern aufs Dach.
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TV DIGITAL begleitet Til Schweiger

Setbesuch bei "Zweiohrküken"

Morgens um neun ist die Welt schon in Ordnung: Die Kneipe "Kleine Bierpause" in Berlin-Kreuzberg hat bereits geöffnet – und zwar extra für Til Schweiger. Der 45-Jährige will hier allerdings keine Megaparty feiern. Als Drehbuchautor, Regisseur, Produzent, Hauptdarsteller und Cutter des Films „Zweiohrküken“ (Kinostart: 3. Dezember) nutzt Schweiger mit seinem Team nur die Toiletten und nicht den Tresen. Heute ist der 23. von insgesamt nur 35 Drehtagen für den Nachfolger des Hits "Keinohrhasen" aus dem Jahr 2007. TV DIGITAL ist exklusiv vor Ort. Wir wollen dabei sein, wenn der größte deutsche Kinostar mal wieder "durchdreht" – mit ganzem Herzen und ganzer Kraft bei der Arbeit ist.

"Heute geben wir unser letztes Geld aus“, sagt der Workaholic, während er die sechs Stockwerke hochsteigt. Auf dem Dach eines Hauses in der Heimstraße – und an weiteren vier Locations – entsteht heute eine Actionszene. Das Budget von 5,6 Millionen Euro reicht für einen Stunt am Himmel über Berlin. Geld für Sicherheitsmaßnahmen scheint dagegen nicht übrig zu sein. Wer auf dem Dachankommt und einen Blick auf den Alexanderplatz genießen will, wird mit dem lauten Ruf "Bitte Abstand von der Dachkante!" empfangen. "Wir haben kein Geländer, und das Ganze ist nicht wirklich stabil." Die 26 Leute von der Filmcrew scheint das nicht zu stören.

Schweiger beschreibt derweil seinen Arbeitstag. "Ich stehe zwischen sechs und sieben Uhr auf – und bin erst mal furchtbar müde. Meistens schneide ich bis nachts um zwei. Ein Drehtag hat zehn Stunden, der Arbeitsbeginn für das Team hängt davon ab, wann wir am Vortag aufgehört haben. Elf Stunden Pause müssen wegen der Versicherung sein."

Ohne Pause dreht Til Schweiger eine erste Einstellung mit Matthias Schweighöfer. Der 28-Jährige spielt wieder Moritz, den besten Kumpel von Schweigers Figur Ludo. Nach einem (missglückten) One-Night-Stand will Moritz mit Ludos Hilfe übers Dach in die Wohnung des Mädchens – und stürzt mit einer Satellitenschüssel ab. Schweighöfer übt den mit pinkfarbenen Linien gekennzeichneten Weg und albert dabei herum. "Hey, nicht lachen, ich sehe das doch", mahnt sein Chef schmunzelnd. Antwort: "Ich lache nicht, ich komme vom dramatischen Boulevard!" Die Lässigkeit ist kein Zufall. "Ich habe mir das bei Heiner Lauterbach abgeguckt", sagt Schweiger:" Der blödelt die ganze Zeit am Set herum und bleibt so schön locker."

Artikel vom 04. Dezember 2009

Autor: Oliver Noelle