Daniel Craig spielte James Bond in "Spectre" vielleicht zum letzten Mal. © Sky

Daniel Craig spielte James Bond in "Spectre" vielleicht zum letzten Mal. © Sky

Wer wird der neue James Bond?

Endlich Neuigkeiten

Daniel Craigs Abschied als ''James Bond'' ist doch noch nicht in Sicht. Mögliche Nachfolger sind aber schon im Gespräch.

Kurz vor dem Kinostart von "Spectre" wurde Daniel Craig gefragt, ob er einen weiteren 007-Film drehen würde. Ob seine negative Antwort damals ("Eher würde ich mir die Pulsadern aufschneiden") der Wahrheit entsprach, bezweifelten viele. Dennoch war danach lange zweifelhaft, ob der Brite noch einen weiteren Bond-Film drehen würde.

Bis zum 15. August 2017.

Denn da verkündete Daniel Craig persönlich im Interview mit Stephen Colbert in "The Late Show", dass er zumindest im kommenden 25. Bondabenteuer noch einmal den Spitzenspion James Bond spielen wird. Das sei schon eine Weile klar, so Craig weiter, er habe aber eine Pause gebraucht.

Und danach? Ob Craig auch beim 26. 007-Movie die Haupotrolle spielen wird, weiß vermutlich nicht mal er selbst. Diese Kollegen, über die in der Branche und Presse schon spekuliert wurde, gelten als mögliche Nachfolger:

Tom Hiddleston als James Bond?

wär schon zeimlich perfekt, der Tom als neuer Geheimagent. Spätestens seit er mit seiner wunderbar ironischen Performance als Loki in den "Thor"- und "Avengers"-Filmen zum Fanliebling wurde, steht er auch weit oben auf den 007-Nachfolge-Wunschlisten. Und in der Serie "The Night Manager" bewies er sein großes Thriller-Potential.

Außerdem ist er, was Aussehen und Charisma betrifft, ein guter Mix aus sehr modern und gleichzeitig schön altmodisch charmant. Vielleicht müsste er sich noch ein paar Kilo Muskelmasse draufschaffen, im die mittlerweile ziemlich physisch anspruchsvolle Bond-Rolle auszufüllen, aber das lässt sich ja locker einrichten und gehört ohnehin für jeden Action-Kinohelden zum Vorbereitunbgsalltag. Das könnte also wirklich funktionieren.

Emilia Clarke als Jane Bond?

Die Mutter der Drachen als 007? Ein irrer Besetzungscoup. Besonders weil ein weiblicher Agent das Genre revolutionieren würde. Dem "Game of Thrones"-Star würden wir das allerdings zutrauen! Und Fans hat sie nun wirklich genug, sodass das Risiko für die Produzenten zwar hoch, aber nicht unberechenbar wäre.

Ein von @emilia_clarke gepostetes Foto am

Deshalb freut es uns besonders, dass Emilia sich nominierte. Im aktuellen Interview mit dem "Daily Star" sagte sie wörtlich: "Ich habe viele unerfüllte Träume. Ich würde es lieben, Jane Bond zu spielen. Mein ultimativer Partner wäre Leonardo DiCaprio. Daran besteht kein Zweifel." Sehr wahrscheinlich, dass die Bond-Macher das lesen. Und nicht völlig unwahrscheinlich, dass sie darüber nachdenken.

Und falls die Zeit doch noch nicht reif ist für einen weiblichen Bond und Tom HGiddleston nicht will? Dann haben wir diese fünf Herren im Angebot:

Idris Elba (43)

PRO Als 2015 die E-Mails des Sony-Studios gehackt wurden, kam es ans Licht: Idris Elba, britischer Star der TV-Serie „Luther“, ist angeblich Sonys Wunschkandidat für die Zeit nach Daniel Craig. Kein Wunder, in „Luther“ brilliert Elba als harter, cooler und smarter Ermittler. Zudem könnte Elbas Hautfarbe für jede Menge Aufmerksamkeit sorgen. Und sein Film "Bastille Day" sieht schon aus wie eine Bond-Bewerbung:

CONTRA ... aber auch für Kritik bei einigen konservativen 007-Fans. Ein schwarzer Bond wird online heute bereits kontrovers diskutiert. Würden die Filmemacher Bonds Familiengeschichte (schottischer Vater, Schweizer Mutter) für Idris Elba (Eltern aus Sierra Leone und Ghana) komplett umschreiben?

Damian Lewis (45)

PRO Als zwielichtige Hauptfigur der Hitserie "Homeland" durchlebte Lewis einige James-Bond-Momente. Bei den für gewöhnlich gut informierten Buchmachern liegt der Engländer ganz weit vorn. Selbst Lewis rotes Haar sollte kein K.-o.-Kriterium sein; Blondschopf Craig hatte schon zuvor mit dem 007-Stereotyp gebrochen.

CONTRA Je länger die Entscheidung dauert, desto kleiner seine Chance: Mit 45 ist Lewis nur drei Jahre jünger als Craig. Zudem konnte der englische Serienstar trotz mehrerer Versuche nie im Kino Fuß fassen. Und: Seine neue Serie "Billions" (ab 25.4. bei Sky) macht eine Bond-Terminplanung nicht einfacher.

Dan Stevens (33)

PRO Der Jüngste und Unbekannteste auf dieser Liste. Das ist kein Nachteil, im Gegenteil: Das Prinzip der Bond-Reihe war stets, größer zu sein als jeder Darsteller. Wer Stevens nur aus "Downton Abbey" kennt, sollte den Actionthriller "The Guest" (2014) sehen, um festzustellen: Dieser Mann kann charmant und brutal spielen.

CONTRA Stevens stieg früh aus der Hitserie "Downton Abbey" aus, um nicht zu sehr festgelegt zu werden. Würde er sich tatsächlich rund zehn Jahre an Bond binden wollen? Auch so ist der Brite immer besser im Geschäft, etwa als männlicher Hauptdarsteller in Disneys "Beauty and the Beast" (2017).

Rupert Friend (34)

PRO Ein stoischer Spion mit der Lizenz zum Töten? Der Name ist Quinn, Peter Quinn. Als CIA-Killer in "Homeland" offenbart Friend 007-Qualitäten. Wenig bekannt: Der Brite hatte bereits 2005 als Bond vorgesprochen. Das muss kein Makel sein – auch Dalton und Brosnan brauchten mehrere Anläufe vor ihrem Bond-Debüt.

CONTRA Ist seine Rolle in "Homeland" der Maßstab, könnte Friend dem jetzigen Bond Daniel Craig zu ähnlich sein. Nicht ideal, wenn man sich vom Vorgänger absetzen will. Auch Friends erste große Kinohauptrolle schmälert seine Chancen: Der Actionfilm "Hitman: Agent 47" (2015) floppte gewaltig.

Michael Fassbender (38)

PRO Sein inoffizielles Bewerbungsvideo gab der Deutsch-Ire mit einer 60er-Jahre- Szene in "X-Men: First Class" ab: In einer Bar bringt er drei Männer um – sadistisch, stilvoll, eiskalt wie einst Sean Connery. Mit 38 Jahren ist er im perfekten Alter: Es ist das Durchschnittsalter der bisherigen Darsteller bei ihren 007-Debüts.

CONTRA Fassbender ("Steve Jobs") ist der größte Star unter den fünf. Das ist ein Problem. Noch nie ist ein Bond- Darsteller zuvor für den Oscar nominiert gewesen. Dem gebürtigen Heidelberger gelang das bereits zweimal. Zudem startet Fassbender 2016 mit "Assassin’s Creed" seine eigene Actionfilmreihe.

Artikel vom 16. August 2017

Autor: Michael Tokarski