Ein hybrider Sat-Receiver macht jeden Fernseher internetfähig
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Ein hybrider Sat-Receiver macht jeden Fernseher internetfähig.

Die besten TV-Apps

Internet-TV

Fernsehen und Internet wachsen immer mehr zusammen. Dieses Jahr wird nach Berechnungen des Hightech-Verbands BITKOM jeder zweite verkaufte Fernseher bei uns ein sogenanntes Hybridgerät sein.

Damit würden fünf Millionen Flachbildschirme mit einem integrierten Internetanschluss ausgeliefert. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat sich die Anzahl dann fast verzehnfacht. BITKOM Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer: "Der Web-Anschluss wird zum Standard-Feature bei modernen Fernsehern."
Hybride Sat-Receiver

Wer erst kürzlich einen Fernseher ohne diese Ausstattung gekauft hat oder ein älteres Gerät besitzt, dem dieser Anschluss fehlt, ist deshalb nicht von gestern. Internetfähigkeit kann man mit einem hybriden Sat-Receiver, wie etwa dem Technisat Digit ISIO S1, dem eviado one HD+ oder dem VideoWeb S600 (s. Bildergalerie), auch nachrüsten.

Ob hybrides TV-Gerät oder separater Receiver – entscheidend ist der Satellitentuner, denn noch konzentriert sich die Verbreitung der Internetangebote auf den Satelliten. Kabelkunden müssen sich in Geduld üben, ebenso all jene, die ihr Programm digital terrestrisch über Antenne empfangen. Zwar gibt es schon Web-Angebote über DVB-T, noch fehlen aber entsprechende Geräte.

TV-Apps

Trotzdem lohnt bereits für alle ein Blick auf die zahlreichen neuen Informations- und Unterhaltungsangebote des Internet-TV. Hier finden Sie eine Auswahl attraktiver TV-Applikationen (Apps), die Sie künftig einfach mit der Fernbedienung an Ihrem Fernseher aufrufen können.

Die Bandbreite reicht von Zusatzanwendungen für klassische Fernsehprogramme, wie etwa die TV-DIGITAL-HD-App mit zusätzlichen Programminformationen, über Clip-Anbieter wie YouTube und Video-Abruf-Portale wie die Mediatheken von ARD, Arte oder ZDF bis hin zu den sozialen Netzwerken (s. Bildergalerie).

Etwas unübersichtlich wird die neue digitale Medienwelt allerdings durch die Tatsache, dass die Hardware-Hersteller bisher allesamt firmenspezifische Internetangebote präsentieren. Sie unterscheiden sich sowohl in der optischen Aufbereitung als auch in den Inhalten. So bietet Samsung unter dem Titel Smart TV Web-Angebote, TV-Apps und eigene Dateien auf einer Oberfläche vereint an. Panasonic fasst die zusätzlichen Informationsdienste, Internetanwendungen und Spiele unter Begriffen wie Viera Cast oder Viera Connect zusammen.

Diese und andere mehr oder weniger blumigen Bezeichnungen meinen im Grunde ein und dasselbe: die Bereicherung des Unterhaltungsangebots durch die Verschmelzung von klassischen TV-Inhalten mit dem Internet.

HbbTV: Service mit Zukunft

Sehr vielversprechend sind in diesem Zusammenhang auch die neuen HbbTV-Dienste, die ebenfalls über das Internet ins Haus und dann auf den Fernseher kommen. Der schwer auszusprechende Buchstabensalat ist die Abkürzung für Hybrid Broadcast Broadband TV und steht für einen gemeinsamen Standard, mit dem die Anbieter von Inhalten ihre Dienste so konfigurieren, dass Sie herstellerunabhängig auf allen Fernsehern funktionieren.

Zu den HbbTV-Anwendungen gehören u. a. der Zugriff auf die Mediatheken verschiedener Sender, interaktive Voting-Möglichkeiten, und Programmsuchfunktionen und ein neu gestalteter Videotext . HbbTV funktioniert über Sat-Receiver, die ersten HbbTV-geeigneten Fernseher gibt es momentan von Philips und, in den nächsten Wochen, von Sony.

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  • Die besten TV-Apps
  • TV-App von TV DIGITAL
    Was läuft gerade wo? Und was sind die heutigen Tagestipps? Die TV-App von TV DIGITAL bietet – u. a. bei Samsung – Infos aus der TV-DIGITAL-Redaktion, sortiert nach Genres wie Spielfilm, Serie, Doku oder Sport.

    BILD.de
    Tagesnachrichten, dazu Aktuelles aus der Welt der Promis, Sport, Lifestyle und Autotests: Der TV-Internetdienst der BILD bietet in ganz vielen Sparten kurzweilige Unterhaltung und schnelle Informationen.

    Video on Demand
    Qriocity von Sony ist nur einer von vielen Video on Demand-Diensten, mit denen die Hersteller gegen eine Gebühr (in der Regel zwischen zwei und fünf Euro) aktuelle Filme in Echtzeit aus dem Internet abspielen.

    Social TV
    Auch soziale Netzwerke finden sich im Hybrid-TV. Bei der Samsung-App etwa können Freunde von Facebook, Google Talk oder Twitter sich über das Gesehene per Fernbedienung oder Samsung-Smartphone austauschen.

    YouTube
    Der populäre Clip-Sender aus dem Netz läuft auch auf vielen Internet-TVs. Über zahlreiche Rubriken wie Musik, Film, Comedy, News oder Leute geht die Auswahl per Fernbedienung recht schnell von der Hand.

    Mediatheken
    Eine Sendung verpasst? Auch im Net-TV sind einige TV-Sender mit Mediatheken vertreten. So gibt es neben der "Tagesschau" u. a. die ZDF-Mediathek und Arte+7 mit Programm.

    QTom
    Der interaktive Musikkanal QTom wurde speziell fürs Hybrid-TV konzipiert. Die angebotenen Musikvideos werden ganz einfach per Fernbedienung und Q-Me!-Funktion nach Geschmack und Genre ausgewählt.

    My TV-Scout
    Liebhaber regionaler TV-Sender finden beim TV-Scout zahlreiche Clips von lokalen Programmanbietern quer durch die Republik: so etwa Hamburg 1, Potsdam TV, München TV, Meissen Fernsehen, RFL Landshut und andere.

    Mein Klub
    Eine App nur für Fußball: Es gibt News des eigenen Klubs aus der 1. oder 2. Bundesliga, Clips von Pressekonferenzen und aus der europäischen Fußballwelt. Dazu an jedem Spieltag einen Liveticker mit allen Begegnungen.

    CineTrailer.TV
    Was läuft diese Woche im Kino? Mit den Filmvorschauen der Hybrid-TV-App CineTrailer, geordnet nach "Neueste Kinotrailer", "Jetzt im Kino", "Bald im Kino", lässt sich fast ein kompletter TV-Abend verbringen.

  • Das brauchen Sie für Internet-TV
  • Um Internetdienste und HbbTV-Infos anzuzeigen oder abzurufen, muss ein geeigneter Hybridfernseher oder ein hybrider Sat-Receiver mit dem Internet verbunden werden. Das geschieht per Router entweder mit einer drahtlosen WLAN-Verbindung oder mit dem Kabel.

    Internet-Receiver
    Mit hybriden Sat-Receivern wie dem Technisat Digit Isio S1 mit Twin-Tuner (s. Bildergalerie, Preis: ca. 390 Euro) und dem eviado one (Preis: ca. 480 Euro) lassen sich ebenfalls Internetinhalte und HbbTV-Dienste ins Haus holen.

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    Artikel vom 30. April 2011

    Autor: Michael Furmanek; Bilder: © PR