360Sound nennt Philips sein Tonkonzept 3-DBlu-ray-Heimkino-System HTS9540
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360Sound nennt Philips sein Tonkonzept, das dem 3-DBlu-ray-Heimkino-System HTS9540 zugrunde liegt; Bild: PR

Die neuen Heimkinoanlagen

Super-Sound

Wenn im Science-Fiction-Thriller "Inception" Traumwelten in sich zusammenklappen oder im Action-Hit "Batman: The Dark Knight" der schwarze Ritter mit dem Batpod durch Gotham City bollert, dann drückt es den Kinozuschauer dank tollem Sound ins Polster. Er sieht nicht nur Kino, er fühlt es auch.

Wer sich zu Hause dieselben Filme auf DVD oder Blu-ray anschaut, wird von diesem sinnlichen Erlebnis wenig mitbekommen, denn die modernen Breitbildfernseher werden in Sachen Bildqualität immer besser, aus Designgründen aber leider auch immer dünner – genau wie ihr Ton. Das wummernde Batpod verkommt so akustisch zur Vespa.

Wer damit nicht leben mag, überlässt den Ton einem separaten System mit Verstärker und Lautsprechern, das eigens dafür entwickelt wurde. Zwei Alternativen kommen infrage: Komplettsysteme, deren Komponenten wie Lautsprecher und Verstärker inklusive DVD- oder Blu-ray-Player speziell aufeinander abgestimmt sind, lassen sich in der Regel auch einfach installieren. Einzelkomponenten wiederum können eine vorhandene gute Stereoanlage nutzen und aufrüsten – nicht alles muss komplett neu gekauft werden.

Bevor das Wohnzimmer zum Heimkino wird, sollte in jedem Fall der Experte gefragt werden. "Am besten gehen Sie dazu in ein renommiertes Fachgeschäft", rät Kurt W. Hecker, Vorstandsvorsitzender der High End Society. Der Industrieverband vertritt die Interessen von Anbietern hochwertiger Hi-Fi- Komponenten. Unter dem Motto "Von uns hört man nur Bestes" macht der Verband die Vorteile erstklassiger Ton- und Bildwiedergabe für den Verbraucher auf Messen wie der High End in München und bei regionalen Veranstaltungen erlebbar. Kein Grund übrigens, bei dem Begriff High End pauschal zusammenzuzucken, nicht jede Anlage, die dieses Prädikat verdient, trägt auch gleich exorbitante Zahlen auf dem Preisschild. Kurt W. Hecker: "High End definiert sich nicht primär über den Preis. Wobei natürlich eine entsprechende Qualität unter einem bestimmten Preisniveau nicht machbar ist."

Für High End spricht außerdem, dass es sich um eine langfristige Investition handelt. Die Geräte haben eine enorme Lebensdauer, 20 Jahre sind keine Seltenheit. Und wenn der technische Fortschritt zum Neukauf reizt, lassen sich High-End-Produkte oft noch zum guten Kurs verkaufen.

Für den Erwerb des guten Tons ist natürlich das Hören das A und O. Der Fachhändler stellt auf Wunsch die Anlage zur Probe auch gern beim Kunden zu Hause auf. Denn hier hören sich die Lautsprecher möglicherweise ganz anders an als im Geschäft, die akustischen Bedingungen eines Raumes haben erheblichen Einfluss auf den Klang. Kurt W. Hecker: "Eine wirklich gute Anlage klingt auf den ersten Höreindruck übrigens gar nicht so spektakulär. Erst wenn man sie Ihnen nach einiger Zeit wieder wegnimmt, ist der Unterschied gravierend. Dieser Rückschritt zu dem, was sie früher gehört haben, ist spürbarer als der Fortschritt."

Neben Klang und Kontostand sind aber noch andere Kriterien für die Wahl der eigenen Heimkinoanlage wichtig. Wer nur hin und wieder Filme anschaut, dabei aber auf guten Ton Wert legt, bekommt auch mit einem Soundbar auf kleinem Raum ansprechende Klangfülle. Im Trend liegen platzsparende Lösungen mit nur zwei Lautsprechern und einem Subwoofer, der für die tiefen Töne und den Zusatz ".1" in der Bezeichnung sorgt, etwa bei einem 2.1-System. Wer allerdings echten Surround-Sound genießen will, kommt um eine 5.1-Anlage mit fünf Lautsprechern und einem Subwoofer nicht herum.

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Artikel vom 07. Februar 2011

Autor: Michael Furmanek - Bilder: PR