TV DIGITAL stellt drei Wege zum perfekten Heimnetzwerk vor
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Full-HD-Fernseher 46 PFL 9705K/02 von Philips mit Net TV

Drei Wege zum perfekten Heimnetzwerk

Ein Netz für alle Fälle

Die Stereoanlage im Wohnzimmer präsentiert auf einem kleinen Bildschirm die Fotos des letzten Urlaubs, und die Spielkonsole im Arbeitszimmer zeigt eine aufgezeichnete Folge der Serie "Boston Legal". Verkehrte Welt? Nein. Vernetzte Welt.

Viele neue Fernseher, Festplatten-Rekorder, Blu-ray-Player, Musikanlagen und eben auch Spielkonsolen sind inzwischen mit einer kleinen rechteckigen Buchse an der Rückseite ausgestattet, dem sogenannten Ethernet-Anschluss. Darüber ist es möglich, alle Geräte miteinander und nicht zuletzt auch mit einem Computer und dem Internet zu verbinden. Erst über so ein Netzwerk nutzt man die Möglichkeiten der digitalen Welt voll aus.

TV DIGITAL erklärt, wie man in seinem Haus oder seiner Wohnung so ein privates Netz einrichtet.

Die Verbindung

Am Anfang steht die Frage: Wie schließe ich die Geräte ans Netzwerk an? Zur Wahl stehen drei Möglichkeiten: per Kabel (LAN), per Funk (WLAN) oder über die Stromleitung (Powerline). Alle Verbindungen haben Vor- und Nachteile.

Die Übertragung übers Ethernet-Kabel ist störungsfrei, allerdings kann die Verlegung der Kabel zwischen Fernseher oder Spielkonsole und zentralem DSL-Router, der den Kontakt zum Internet und weiteren Geräten im Netzwerk herstellt, Probleme bereiten.

Praktischer ist die Vernetzung mit Powerline-Adaptern über die vorhandenen Stromleitungen. Allerdings kann es dabei zu Störungen kommen.

Elegant ist der Funkweg: Hier liegt kein Kabel herum, und Wände müssen auch nicht durchbohrt werden. Nachteil: Die Qualität der Funkverbindung ist nicht in allen Bereichen der Wohnung oder des Hauses konstant gut. Vorteil: WLAN ist wie geschaffen für mobile Geräte wie iPad, Smartphone oder Internetradios.

Wer möchte, kann die Verbindungswege auch kombinieren. Also etwa den PC per Kabel und die Soundanlage im Wohnzimmer übers Funksignal mit dem Netzwerk verbinden.

Die Technik

Ausgangs- und Mittelpunkt des Heimnetzwerkes ist der DSL-Router, zum Beispiel die Fritz!Box 7390. Einerseits stellt er den Kontakt zum Internet her, andererseits lassen sich an ihn zentrale Speichersysteme (Server, NAS-Festplatten) oder Drucker anschließen, die dann von allen Computern im Haus genutzt werden können. Eine Spielkonsole wie die Xbox 360 drahtlos mit dem Internet zu verbinden ist dann kein großes Problem.

Über den Router können Sie auch von außerhalb, etwa vom Arbeitsplatz, auf ihr heimisches Netzwerk zugreifen und Dokumente auf den PC im Büro laden. Wichtig: Damit kein Fremder an Ihre Daten kommt, sollten Sie das private Netzwerk sichern. Möglichkeiten, den Zugang zu verschlüsseln, bietet jeder Router.

Der Spass

Wenn die Technik installiert ist, lässt sie sich überall nutzen und kann karibische Klänge übers Webradio ins Badezimmer schicken oder die auf dem PC gespeicherten Kochrezepte auf einem Touchscreen in der Küche anzeigen. Ein Heimnetzwerk ist wahrlich ein Netz für alle Fälle.

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Artikel vom 09. Juli 2010

Autor: Michael Furmanek - Fotos: PR; Felix Hofmann