Der UFC Personal Trainer für Kinect
Fotos

Der UFC Personal Trainer für Kinect orientiert sich am harten Training der UFC-Sportler.

Vorgestellt: die besten Sportcomputer

Fitness nach Plan

Mal wieder etwas mehr Sport treiben, ein Paar überflüssige Pfunde loswerden? Leichter gesagt als getan. Sündteure Laufschuhe oder der neue Jogginganzug sind als Motivationshilfe unzureichend und verstauben bald wieder im Schrank. Ein Personal Trainer wäre vielleicht die Lösung – ist aber ein teurer Luxus.

Zum Glück gibt's den nicht mehr ausschließlich in den besonders noblen Fitness-Studios, sondern auch in der Hightech-Welt: TV DIGITAL präsentiert Ihnen hier innovative Trainingsgeräte, wie den privaten Fitnesstrainer auf der Spielkonsole, GPS-Sportcomputer, denen kein gelaufener Kilometer entgeht, Hometrainer mit Internetzugang und, nicht zu vergessen, die fast schon obligatorische Fitness-App für's iPhone.

Alle haben eine Gemeinsamkeit: Die sportliche Leistung des Benutzers lässt sich in Zahlen und Ergebnissen messen. Und ein „Sechskilometerlauf mit 10,4 Kilometern pro Stunde“ klingt eben besser als „eine Runde im Park“. Auch wenn es ein und dieselbe Trainingseinheit war.

Fitnessporgramme für Spielkonsolen galten lange als wenig effektiv, doch das hat sich mit der Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox 360 radikal geändert. Bei ihr projiziert eine Kamera die Bewegungen des Anwenders direkt in das Geschehen auf dem Bildschirm. Er interagiert mit der virtuellen Umgebung und bekommt eine sofortige Rückmeldung, ob er eine Übung richtig ausführt oder nicht.

Mithilfe des Programms "Your Shape: Fitness Evolved" (siehe unten) checkte der Sport- und Ernährungsexperte Dr. Dr. Michael Despeghel („High Intensity Training zum Abnehmen“, Verlag Gräfe und Unzer) im Auftrag von Microsoft den sportwissenschaftlichen und sportmedizinischen Nutzen des Work-outs mit dem virtuellen Trainer.

Sein Ergebnis: Die Sache macht Sinn! "Die untersuchten Spiele haben aufgrund der Kinect-Technik und des enormen Anforderungscharakters aus trainingswissenschaftlicher Sicht großes Potenzial. Besonders bei Menschen, die sich wenig bewegen. Aber auch bei fast ausschließlich sportlich ambitionierten Probanden unserer wissenschaftlichen Untersuchung gab es deutliche gesundheitliche Verbesserungen."

Fazit des Fitnessexperten: "Regelmäßiges Spielen mit Kinect kann den häufig durch Bewegungsmangel bedingten Zivilisationskrankheiten entgegenwirken."

Wichtig für den Erfolg ist dabei u. a., dass die einzelnen Übungen jeweils etwa zehn Minuten möglichst ohne Unterbrechung absolviert werden und dass das Spiel einen möglichst hohen Anforderungscharakter hat. Kurz: Schinden muss man sich genauso wie im Studio. Aber wenigstens kann man das zu Hause tun, wann immer man will – und ohne nervige Zuschauer.

Wer sich lieber im Freien austoben möchte, greift zum Fahrrad- oder Laufcomputer. Denn was dem Auto der Drehzahlmesser, ist dem Sportler die Pulsuhr. Sie misst die momentane Belastung des Herz-Kreislauf-Systems und gibt Aufschluss, was dem Körper gerade an "Umdrehungen" abverlangt wird. Auch Geschwindigkeit, Distanz und der Kalorienverbrauch sind wichtige Parameter. Anhand dieser Daten lässt sich das Training kontrollieren und effektiv gestalten.

Inzwischen gibt es Geräte, die Signale der GPS-Satelliten nutzen, um Tempo und Kilometer zu berechnen. Im Gegensatz zur klassischen Streckenlängenmessung mit einem Laufsensor eignen sich GPS-basierte Geräte für alle Fortbewegungsarten – also auch fürs Biken, Rennradfahren, Nordic Walking, Inlineskating oder Skilanglaufen.

Alle Werte können auf einem Computer übertragen, ausgewertet, grafisch dargestellt und etwa mit denen von Freunden verglichen werden. Auch das motiviert!

Vorgestellt: die besten Sportcomputer

  • Fit mit der Spielkonsole
  • Die Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox-360-Spielkonsole eignet sich ideal für Fitnessanwendungen. Denn wer sie nutzt, muss in jedem Fall mit vollem Körpereinsatz agieren.

    Personal Trainer
    Die eigens für Kinect entwickelte Player Projection ist das Highlight des Fitnessprogramms Your Shape: Fitness Evolved. Der Nutzer steuert keinen Avatar über den Bildschirm, sondern ist selbst Teil der Action. Er wird von der Kinect-Kamera gescannt, danach passt sich das Menü an seine Maße an. So wird die Effizienz gesteigert und sichergestellt, dass alles richtig positioniert ist. Wie etwa bei der Übung „Virtual Smash“, bei der virtuelle Ziegelsteine mit Schlägen und Tritten zertrümmert werden (siehe Bildergalerie).
    Preis: ca. 40 Euro
    Info: www.ubi.com

    Virtuelles Kampfsportstudio
    Boxen, Freistilringen, Judo und verschiedene Kampfsportarten gehören zum Repertoire der Ultimate Fighting Championship. Am harten Training der UFC-Sportler orientiert sich UFC Personal Trainer für Kinect, „das erste Fitness- Spiel für ganze Kerle“. Natürlich dürfen damit auch Frauen trainieren. Wer sich fit genug fühlt, kann andere Spieler online in Disziplinen wie „Triff die Schlagpratzen“ oder „Reifen heben“ herausfordern. Ein 30- oder 60-Tage-Programm unterstützt Spieler dabei, Gewicht zu verlieren oder die Leistungsfähigkeit zu verbessern.
    Preis: ca. 50 Euro
    Info: de.thq.com/de

  • Hometrainer
  • Wer sich wie im Fitness-Studio bewegen möchte, wählt den Crosstrainer für zu Hause.

    Laufen und Surfen
    Crosstrainer wie der Synchro aus der Excite-Linie von Technogym sind ideal für ein gelenkschonendes Ausdauertraining, das besonders Menschen mit einer sitzenden Tätigkeit im Beruf brauchen. Die Geräte trainieren alle wichtigen Muskelgruppen und fördern den Fettstoffwechsel. Der Bewegungsablauf ist ähnlich wie beim Laufen, aber ohne die Stoßbelastungen, die beim Joggen mit bis zu siebenfachem Körpergewicht die Gelenke strapazieren. Am Fast-Track-Control-Regler lässt sich der Schwierigkeitsgrad mühelos variieren. Als Extra gibt es den Visioweb-Bildschirm, auf dem man während des Trainings im Internet surfen oder fernsehen kann
    Preis: ab 6100 Euro
    Info: www.technogym.com/de

  • i-Phone-Apps
  • Auch das Smartphone wird mit der passenden App zum persönlichen Konditionstrainer.

    Applaus im Park
    Die Adidas-App miCoach nutzt GPS, um den Sportler während des Laufens zu führen. Trainingspläne verbessern Schnelligkeit oder Ausdauer. Daten eines Pulsmessers können allerdings nicht eingelesen werden.

    Nike+ GPS von Nike registriert die gelaufene Route und persönliche Rekorde. Über Facebook können Freunde während des Laufs motivierenden Applaus geben.
    Preis: gratis.
    Info: itunes.apple.com.de

  • Fitnessuhren und -computer
  • Der Pulsschlag gibt Auskunft darüber, wie intensiv ein Training ist. Die Pulsmessung mit einem Kleincomputer ist daher die wichtigste Funktion beim Laufen oder Radfahren.

    Kontakt ins All
    Der Fahrradcomputer Edge 800 und die Sportuhr Forerunner 610 von Garmin nutzen einen GPSChip, um Tempo und Routenverlauf zu kontrollieren. Auf dem Touchscreen des Edge lässt sich auch ein virtueller Partner einstellen. Die Funktion "Trainingseffekt des Forerunners" gibt Auskunft, ob eventuell bald mal eine Pause eingelegt werden sollte.
    Preise: Edge 800: ca. 530 Euro (mit Herzfrequenz- und Trittfrequenzsensor); Forerunner 610: ca. 400 Euro (mit Herzfrequenzgurt)
    Info: www.garmin.de

    Sportlers Gewissen
    Ein automatisch angepasstes Trainingsprogramm mit Erinnerungsfunktion für die nächsten sieben Tage, drei Trainingsziele (Fitness, Gewichtskontrolle, freies Training) und Anschlussmöglichkeiten für Rad-, GPS- oder Schrittsensoren bietet die M5-Uhr von Suunto. Daten können zur Auswertung an das Portal www.movescout.com übermittelt werden.
    Preis: ca. 170 Euro
    Info: www.suunto.com/de

    Für Amateur und Profi
    Der Fitnesscomputer FT7 der finnischen Firma Polar soll dem Allroundsportler mehr Übersicht verschaffen. Die Besonderheit des FT7 ist der Energy Pointer. Er zeigt den Übergang zwischen Fettstoffwechsel- und Fitnesstraining an.
    Preis: ca. 100 Euro

    Das RS800CX Trainingssystem für Profis bietet die komplette Planung, Überwachung und Analyse des Trainings. GPS- oder Laufsensoren sind separat erhältlich. Tipp: Komplettangebote sind oft günstiger.
    Preis: ca. 500 Euro (mit GPS)
    Info: www.polar-deutschland.de

    Die Auswertung am PC: Kontrolle, Leistungsvergleich und Motivation

    Alle namhaften Anbieter von Sportuhren und Trainingscomputern bieten die Möglichkeit, die gewonnenen Daten am Computer zu speichern und auszuwerten. Das kostenlose Garmin Training Center etwa hilft, anhand der absolvierten Einheiten das weitere Training zu planen. Ehrgeizigen Athleten erlaubt diese Dokumentation Leistungsvergleiche; zur Motivation macht sie Erfolge deutlich.

    Der Webservice von Polar zeigt in verschiedenen Farben die Trainingsbelastung an. Rot zum Beispiel bedeutet: hohe Belastung, Pause wird empfohlen. Die Datenübertragung geschieht entweder drahtlos oder per USB.

    Artikel vom 10. Juli 2011

    Autor: Michael Furmanek; Bilder: © PR